Das Fach Literatur am Ruhrkolleg

Im Fach Literatur kommt der Kreativität besondere Bedeutung zu. Daher wird Kreativität verstanden als Fähigkeit, neues Denken, Empfinden und Handeln in Gang zu setzen und zu entfalten. In Literaturkursen geht es bei der Entwicklung literarischer Äußerungsformen der Wortsprache, der Körpersprache und der Bildsprache, vor allem um die Erschließung von Mitteilungsmöglichkeiten, die die Studierenden in anderen Fächern weniger nutzen können. Kreatives Arbeiten soll im Rahmen der Literaturkurse initiiert und gefördert werden. Das setzt bei den Teilnehmern Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen und Beweglichkeit in der Anwendung bislang unbekannter Problemlösungsverfahren voraus. Die Kreativitätsorientierung darf nicht zu einer Vernachlässigung der handwerklich sorgfältigen Realisierung des Produktes führen. Im schulischen Bereich kommt es darauf an, Kreativität auf möglichst nachvollziehbare Weise freizusetzen.

Im Gegensatz zu den übrigen Fächern im AFI, die sich primär durch die kognitiv analytischen Prozesse auszeichnen, kommt es im Fach Literatur zu dem Schwerpunkt der praktisch- kreativen Aufgabe.  Hier eröffnen die besonderen Ausdrucksmöglichkeiten im Bereich des manuellen Arbeitens den Studierenden kreative Entfaltungsmöglichkeit.

Grundsätzlich gliedert sich das Fach in die Bereiche „Kreatives Schreiben“, „Theater“, „Medien“ sowie speziell am Ruhrkolleg zusätzlich der Bereich „Gestaltung“. Die Kernlernpläne geben den Orientierungsrahmen vor (http://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-ii/gymnasiale-oberstufe/), wobei am Ruhrkolleg dadurch, dass nicht andere Fächer aus dem musischen oder künstlerischen Bereich angeboten werden, dem Fach Literatur besonderen Stellenwert zukommt.

Ausgehend von einem Dachthema sind die unterschiedlichsten Ausdrucksformen erwünscht, damit jeder Studierende die Chance hat, seine Ausdrucksform zu erproben und den eigenen kreativen Prozess in den vielfältigen Spiegelungen durch die Lerngruppe zu  bereichern. Die Präsentation weist häufig eine multimediale Zusammenschau der Gestaltungsmöglichkeiten auf.

Charakteristisch wird der Unterricht in Werkstattform organisiert, die sich durch sieben Merkmale auszeichnet und die allesamt miteinander ein wechselseitiges Beziehungsgeflecht bilden.

Kreativitätsorientierung, Handlungsorientierung, fächerübergreifende und fächerverbindende Orientierung, Öffentlichkeitsorientierung, Teamorientierung sowie  Prozess- und Produktorientierung.

Als Beispielthemen der vergangenen Semester sind hier zu nennen: Rituale, Zeit, Lebensweg, Kontraste uvm..

Im WS 20014/2015 wurde beispielsweise zum Thema „Lebensweg“ ein Film mit dem Titel „Mad World“ gedreht, der unter nachfolgendem Link zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=lnVmgGQwhAk

Außerdem sind aktuell ein Schaukasten im Erdgeschoss zum Thema „Rituale“ von einer Studierenden Exponate ausgestellt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an die Fachvorsitzenden Sandra Römer und Kerstin Kloweit.