5. November 2018:

Ausflug des Latein-Grundkurses (4. Sem.) in den archäologischen Park Xanten

 

Nach einem durch Zugausfälle und Zugverspätungen verursachten chaotischen (aber durch Whatsapp geglückten) Start kamen wir alle wohlbehalten und pünktlich in Xanten an, wo wir uns dann vier Stunden ausführlich im Römer-Museum und im archäologischen Park umsehen konnten. Alle hielten tapfer durch – wir mussten nur einmal eine Raucherpause einlegen. Und in der Pizzeria hatten wir uns dann (man beachte: auch kulinarisch waren wir der römischen Traditionslinie gefolgt: KEIN BURGER, KEINE CURRYWURST) so verquatscht, dass wir nicht mehr rechtzeitig zum Zug kamen und eine Stunde auf den nächsten warten mussten. Und überraschenderweise: Kaum Gemurre.

Herzlichen Dank für diese von großem Interesse geleitete Exkursion. G. Ringgeler

 

Und nun Impressionen einiger Studierender:

 

Der archäologische Park in Xanten bot mir die Gelegenheit, einzutauchen in das, was einmal war, gerade auch durch die Rekonstruktionen. Gleichzeitig war es für mich interessant zu sehen, wie viel Mühe man sich bei der Nachgestaltung der ursprünglichen Kolonie machte und macht, aber auch wie viel Aufwand betrieben wird, um die antiken Reste zu bewahren.

Im Museum konnten wir Münzen, Helme, Gedenksteine betrachten und erhielten so einen Einblick in eine Zeit, die so viele Jahrhunderte hinter uns liegt.

Im Park wiederum konnten wir diese Zeit durch den Spaziergang entlang der typisch geraden Straßen „erfühlen“. Der Besuch des APX brachte mir näher, was so fern schien: die alte römische Stadt Colonia Ulpia Traiana.

 

Die Exkursion nach Xanten war eine gute Möglichkeit, das im Unterricht Gelernte in einen größeren Kontext zu bringen. Der APX und das dazugehörige Museum zeichnen das Leben zur römischen Zeit so gut nach, dass die tote lateinische Sprache greifbarer wird und sie lebendiger erscheinen lässt. So zeigen die rekonstruierten Wohnhäuser und Werkstätten sowie die ausgestellten Werkzeuge und Kunstobjekte eindrucksvoll das Leben im römischen Alltag.

 

Eine lang ausgestorbene Sprache zu erlernen kann einem manchmal ziemlich fern vorkommen, umso näher kommt einem diese aber, wenn man auf den ehemaligen Wegen läuft, auf denen die Menschen wandelten, die diese Sprache noch gesprochen haben. Und im APX merkt man schnell, dass nicht nur die Sprache der Römer ausgeklügelt war, sondern auch die Bauwerke und die Bautechnik, weit vor unserer Zeit. Z.B. waren die Überreste der Thermen, die im Museumsanbau zu sehen sind, ausgesprochen eindrucksvoll.

Besonders schön war der Ausflug nicht nur deshalb, dass wir ein besseres Gefühl für das Leben der Römer bekommen haben, sondern auch deswegen, weil wir so die Möglichkeit bekamen, Mitschüler und Lehrerin abseits des Unterrichts besser kennenzulernen.

 

Die Exkursion war eine gelungene Abwechslung zum Unterricht; vor allem die Führung durch den archäologischen Park hat mich sehr angesprochen. Man konnte sich durch die Rekonstruktionen (Amphitheater, öffentliches Privatbad, Wohnhäuser, etc. ) ein gutes Bild vom Leben der Römer machen. Überrascht hat mich die Modernität des römischen Lebens: Abwasserkanäle, Gartenanlagen.

Im Allgemeinen war es sehr interessant, auch die Alltagsgegenstände zu betrachten, die es damals schon gab, wie z.B. Schmuck. Der Schmuck war sehr aufwendig gearbeitet und könnte auch heute so zum Verkauf kommen und Lebensmittel wie Knoblauch, Salbei oder Minze wurden damals schon in der Küche verarbeitet.